Kinderfasnacht Stallikon: Viel Fantasie – auch ohne Konfetti
- Deviprasad Rao

- 16. März
- 2 Min. Lesezeit

Am Samstag, 7. Februar 2026, wurde es in Stallikon wieder bunt, lebendig und herrlich verspielt: Die Stalliker Kinderfasnacht zog mit vielen verkleideten Kindern – und mit immer mehr kreativ kostümierten Erwachsenen – durch die Rainstrasse zum Schulhaus Loomatt und machte den Nachmittag zu einem kleinen Dorffest für die ganze Familie.
Heike Zetterström, Präsidentin des Familienclub Stallikon, betont, wie lange diese Tradition bereits zum Dorfleben gehört. Die erste Stalliker Kinderfasnacht fand 2002 statt, und der Umzug folgt bis heute derselben Route. „Schon damals führte der Strassenumzug durch die Rainstrasse zum Schulhaus Loomatt“, sagt sie. Gewachsen ist über die Jahre vor allem die Atmosphäre: mehr Familien, mehr Verkleidungen, mehr Mitmachen.
Ein besonderes Merkmal des diesjährigen Umzugs war ein dekorierter kleiner Traktor mit Musikanlage, der die Kinder begleitete – ermöglicht durch die Unterstützung des lokalen Landwirts Dani Derrer und seiner Familie. Der Traktor wurde zugleich zur rollenden „Süssigkeiten-Station“ und verteilte unterwegs Leckereien an die mitlaufenden Kinder.
Nach dem Umzug ging die Fasnacht in der Turnhalle Loomatt weiter. Dort war für viele kleine (und auch grosse) Besucherinnen und Besucher der Showact der Höhepunkt, der für Stimmung in der Halle sorgte. „Dieses Jahr konnten wir die grossen und kleinen Besucher mit dem Zauberkünstler Dan begeistern“, sagt Zetterström. Die Rückmeldungen der Eltern spiegeln diese Begeisterung. Sara Zahner beschreibt es so: „Die Stimmung in der Halle war sehr gut. Meine Tochter fand den Zauberer besonders lustig, wegen seinem Tier und Lady Gaga!“

Ein weiterer Blickfang war eine Premiere: das neue Maskottchen des Vereins, der „Uetlibär“. Nach dem 35-jährigen Bestehen des Familienclubs im letzten Jahr lancierte der Verein einen Maskottchen-Wettbewerb: Die Stalliker Bevölkerung konnte Ideen einsenden, der Gewinner wurde per Online-Abstimmung gewählt. Der Sieger-Vorschlag „Uetlibär“ stammt von Romeo Frehner (10) aus Sellenbüren. Vereinsmitglieder nähten das Maskottchen anschliessend in Zusammenarbeit mit dem Vorstand – und der Uetlibär soll künftig auch an weiteren Anlässen auftauchen.
Wiederbelebt wurde zudem eine Tradition aus früheren Jahren: Die Fasnacht wurde erneut gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Angehörigen und Betreuenden aus dem Wohnheim der Stiftung RgZ gefeiert. Für den Familienclub unterstreicht das den Gedanken, dass die Kinderfasnacht ein Anlass für die ganze Gemeinschaft sein soll.
Damit ein Umzug reibungslos funktioniert, braucht es auch Sicherheit. Beim Strassenumzug begleitete die Feuerwehr Unteramt den Zug und sorgte dafür, dass die Route für alle gut funktionierte – ein Beitrag, der oft im Hintergrund bleibt, aber entscheidend ist.
Ein Elternkommentar bringt die sichtbare Entwicklung des Umzugs in diesem Jahr auf den Punkt. Michi Eugster sagt: „Es war cool! Der Umzug hat sich seit letztem Jahr bemerkenswert verbessert: Vom Bollerwagen zu zwei Wagen, die mitfahren.“

Zum Schluss kommt ein Thema zur Sprache, das immer wieder diskutiert wird, den Anlass aber nicht trübte: das Konfettiverbot. „Ein emotionales Thema ist bei einigen das Konfettiverbot an unserer Fasnacht“, sagt Zetterström. Aufgrund von Beschwerden ist es nicht mehr erlaubt, während des Umzugs Konfetti zu werfen. Der Vorstand prüfte mögliche Lösungen und als Alternative setzt der Familienclub inzwischen auf eine Seifenblasenmaschine: „Die bunten Seifenblasen sind mindestens genauso toll!“
Und vielleicht ist das die leise Stalliker Pointe dieser Fasnacht: Auch ohne Konfetti funkelte der sonnige Nachmittag – ein bisschen leichter, ein bisschen sauberer und mit umso mehr Fantasie auf der Strasse und in der Halle.
Bericht von : Deviprasad RaoLeiter - Kultur StallikonBilder: Familien Club Stallikon (zvg)




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