Raclette-Abend als gelebte Dorftradition
- Deviprasad Rao

- 16. März
- 2 Min. Lesezeit

Der Feuerwehrverein Stallikon hat am vergangenen Wochenende seinen traditionellen Raclette-Abend im Werkhof Stallikon durchgeführt. Der Anlass gehört seit vielen Jahren zum gesellschaftlichen Leben im Dorf. Rund 250 Besucherinnen und Besucher nahmen dieses Jahr teil und verbrachten den Abend in einer Atmosphäre, die vom Duft geschmolzenen Käses und angeregten Gesprächen geprägt war. Im Mittelpunkt stand nicht ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm, sondern das gemeinsame Beisammensein.
Die Wurzeln des Anlasses reichen bis ins Jahr 1980 zurück. Damals wurde das Raclette-Essen von der Feuerwehr Stallikon im Rahmen der Dorf-Chilbi eingeführt. In den folgenden Jahren entwickelte sich daraus eine eigenständige Veranstaltung, die zunächst vom Feuerwehrzug Stallikon weitergeführt wurde. Seit rund drei Jahren findet der Abend offiziell unter dem Namen des Feuerwehrvereins Stallikon statt.

Das Konzept des Abends ist bewusst einfach gehalten. Serviert wird Raclette in einem Rahmen, der Begegnungen und Gespräche fördert. Nachbarn, Familien, Freunde und Bekannte verbringen mehrere Stunden gemeinsam an den Tischen. Gerade diese Konzentration auf das Wesentliche verleiht dem Anlass seinen Charakter und trägt dazu bei, dass er seit Jahrzehnten einen festen Platz im Dorfleben einnimmt.
Die Durchführung erfordert einen koordinierten Einsatz zahlreicher Beteiligter. Die Helferinnen und Helfer sind Mitglieder des Feuerwehrvereins Stallikon, die Aufgaben von der Vorbereitung des Saals über den Service bis zum Aufräumen übernehmen. Solche Vereinsanlässe sind auf freiwilliges Engagement angewiesen und verlangen eine sorgfältige Planung der Arbeitseinsätze an den verschiedenen Stationen. Nach Angaben der Verantwortlichen liegt eine der grössten Herausforderungen jeweils in der Koordination der Helfenden. Gleichzeitig könne der Anlass seit Jahren auf verlässliche Unterstützung zählen.

Für viele Beteiligte ist der Raclette-Abend mehr als ein organisatorischer Termin im Vereinsjahr. Einige kennen den Anlass bereits seit ihrer Kindheit und wirken heute selbst an seiner Durchführung mit. Dieses generationenübergreifende Engagement trägt dazu bei, dass die Tradition im Dorf weiterlebt und ihren festen Platz im lokalen Jahreskalender behält. Der Anlass steht damit auch für ein lokales Brauchtum, das über Generationen weitergegeben wird und auf beständiger freiwilliger Mitarbeit beruht. Auch künftig soll der Abend als fester Treffpunkt im Dorfleben erhalten bleiben.
Text & Fotos von Deviprasad Rao, Leiter Kultur Stallikon




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