Eine musikalische Reise ohne Grenzen
- Deviprasad Rao

- Jan 24
- 2 min read
Das Jahreskonzert der Musikgesellschaft Stallikon
Text: Deviprasad Rao
Bilder: Sereina Peter

Das Jahreskonzert der Musikgesellschaft Stallikon war auch in diesem Jahr ein fester Bestandteil des kulturellen Kalenders des Dorfes – eine Tradition, die Musikerinnen und Musiker, Familien sowie Musikliebhaberinnen und -liebhaber generationenübergreifend zusammenführte.
Das Ensemble nahm das Publikum mit auf eine musikalische Reise „Rund um D’Wält“, getragen von der Überzeugung, dass Musik eine Sprache ist, die auch ohne Worte verstanden wird. Unter dem Präsidium von Ramon Spörri zeigte die Musikgesellschaft einmal mehr, wie lokal verankertes Musizieren weit über die Gemeindegrenzen hinaus Wirkung entfalten konnte.
Rund 32 Musikerinnen und Musiker standen beim diesjährigen Jahreskonzert auf der Bühne. Viele von ihnen hatten ihre Wurzeln in Stallikon, gleichzeitig spiegelte das Ensemble ein breiteres regionales Netzwerk wider. Aktive Mitglieder lebten in Nachbargemeinden wie Bonstetten, Affoltern am Albis, Hünenberg und weiteren Orten. Für das Jahreskonzert wurde die Formation zudem durch Aushilfsmusikerinnen und -musiker aus befreundeten Musikvereinen unterstützt, darunter die Harmonie Birmensdorf, der Musikverein Harmonie Albiswil, die Harmonie Affoltern am Albis sowie Oberwil-Lieli – ein stiller, aber bedeutender Hinweis auf den kooperativen Geist der Schweizer Blasmusikszene.
Ein Grundsatz blieb dabei unverändert: Das Programm des Jahreskonzerts war auch dieses Mal grösstenteils neu. Abgesehen von zwei Stücken, die nach beinahe zehn Jahren wieder aus dem Archiv hervorgeholt worden waren, wurde das gesamte Repertoire speziell für diesen Anlass neu einstudiert.
Musikalisch verzichtete der Abend bewusst auf enge Genregrenzen. Märsche, Filmmusik und populäre Arrangements standen gleichberechtigt nebeneinander. Zu den Höhepunkten zählten eine rockige Auswahl inspiriert von The Rock, ein Medley der Rolling Stones sowie bekannte Melodien von Joe Cocker und aus Ghostbusters. Ziel sei es gewesen, erklärte Spörri, nicht einem einzigen Stil zu folgen, sondern für jedes Publikum etwas anzubieten – von nostalgischen Momenten bis hin zu mitreissendes Highlight.
Durch den Abend führte Moderator Beat Martin, der mit ruhiger Präsenz, feinem Gespür für Zwischentöne und klaren Übergängen souverän durch das Programm leitete. Seine Moderation verlieh dem Konzert zusätzliche Struktur und verband die einzelnen Programmpunkte zu einem stimmigen Ganzen.
Das Konzert hatte an zwei Tagen stattgefunden, mit identischem Programm am Samstagabend und am Sonntagnachmittag. Diese Planung war bewusst gewählt worden: Während der Samstagabend mit anschliessendem Barbetrieb eine entspannte Abendatmosphäre geboten hatte, war das Sonntagskonzert am Nachmittag besonders familienfreundlich und auch für ältere Besucherinnen und Besucher gut zugänglich gewesen.
Die Besucherzahlen der vergangenen Jahre hatten insgesamt bei rund 300 bis 350 Personen über beide Tage verteilt gelegen, bei einer Platzkapazität von knapp 200 Sitzplätzen pro Aufführung – eine konstante Resonanz, die den festen Platz des Jahreskonzerts im Dorfleben widerspiegelte.
Über die Musik hinaus war das Jahreskonzert auch ein gesellschaftlicher Anlass gewesen. Mit Verpflegung, Tombola sowie ungezwungenen Gesprächen vor und nach den Konzerten zeigte sich einmal mehr die traditionelle Rolle der Musikgesellschaften als kulturelle Treffpunkte.
In seiner Botschaft an das Publikum hatte Präsident Ramon Spörri den gemeinschaftlichen Einsatz betont. Sein Dank galt nicht nur den Musikerinnen und Musikern, sondern auch den Helferinnen und Helfern, Gönnern, Sponsoren sowie dem treuen Publikum, dessen Unterstützung solche Abende Jahr für Jahr erst möglich machte.
Als die letzten Töne verklungen waren, blieb ein Eindruck besonders deutlich: In Stallikon verband Musik weiterhin – über Stilrichtungen, Gemeinden und Generationen hinweg, leise, selbstbewusst und mit nachhaltiger Wärme.
von: Deviprasad Rao Leiter - Kultur Stallikon Quelle: Affoltern am Albis ANZEIGER










































































































Comments