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Eine Wochenendtradition, die mit dem Dorf wächst : Dart & Schülerfusballturnier



Seit fast vier Jahrzehnten ist ein einziges Wochenende in Sellenbüren ein fester Termin im lokalen Kalender. Organisiert vom Sportclub Sellenbüren–Stallikon verbindet der Anlass ein Dartturnier am Freitagabend, ein Schülerfussballturnier am Samstag sowie eine Familien-Lotterie. Was als kleine Sportinitiative begann, hat sich zu einer etablierten Dorftradition entwickelt.


Der Club wurde 1984 gegründet – zu einer Zeit, als Sellenbüren und Stallikon noch stärker als getrennte Orte wahrgenommen wurden als heute. Der Name Sportclub Sellenbüren–Stallikon widerspiegelt diese Entwicklung, während die Juniorenteams unter dem Namen „Sesta Kickers“ antreten.


Clubpräsident Franz Beschart führt die Anfänge auf Aktivitäten im Kinderfussball zurück. „Wir wollten den Kindern von Anfang an etwas anbieten“, sagt er. Früher organisierte der Verein auch Hallenfussballturniere für Aktivteams – teilweise mit bis zu 50 Mannschaften, viele davon von ausserhalb der Region. Als die Beteiligung bei den Erwachsenen über die Jahre zurückging, verlagerte sich der Fokus zunehmend auf die Schulkinder.



Im Zentrum steht bis heute das Schülerfussballturnier. Es ist bewusst als Dorfanlass konzipiert: Mitmachen dürfen nur Kinder aus Stallikon. Laut Beschart hat dieser lokale Fokus die Identifikation mit dem Anlass gestärkt. „Die Kinder sprechen in der Schule schon Wochen vorher darüber“, sagt er. Alle Teilnehmenden erhalten unabhängig von der Platzierung einen Pokal.


Vor rund sechs Jahren wurde das Programm um ein Dartturnier am Freitagabend erweitert. Die Idee war, den Fussball mit einer weniger wettkampforientierten Aktivität zu ergänzen. Das Dartturnier, das nun zum fünften Mal stattfindet, ist auf 24 Teams mit je drei Spielern begrenzt. „Diese Grösse passt gut zur Halle und ist für uns organisatorisch machbar“, erklärt Beschart. Teilnehmen können Teams aus den Nachbargemeinden – bei der Anmeldung haben jedoch lokale Teams Priorität.



„Solche Anlässe sind enorm wichtig für den Gemeinschaftsgeist in unserem Dorf. Mir gefällt besonders das Drei-Personen-Dartturnier, weil man viele Leute trifft und in entspannter Atmosphäre ins Gespräch kommt. Der abwechslungsreiche Turniermodus sorgt zudem dafür, dass die Spannung bis ganz zum Schluss anhält“, sagt Heike Zetterström, Teilnehmerin und Trainerin einer Kinderfussballmannschaft.


Der Samstagabend endet mit einer Familien-Lotterie, die sowohl einen sozialen als auch einen finanziellen Zweck erfüllt. „Als Jugendverein ist es wichtig, dass solche Anlässe auch zur Vereinskasse beitragen“, sagt Beschart. Das Lotterieformat ermöglicht es Kindern, gemeinsam mit Erwachsenen mitzumachen – und hat sich dadurch als familienfreundlicher Bestandteil des Wochenendes etabliert.


Mit fast 70 Jahren ist Beschart weiterhin aktiv eingebunden, betont aber, dass der Erfolg des Anlasses von Teamarbeit abhängt – nicht von einzelnen Personen. „Am wichtigsten sind das OK und die Helferinnen und Helfer“, sagt er.


„Es ist ein jährlicher Anlass, bei dem Freunde generationenübergreifend zusammen Spass haben. Das Dorf zeigt, wie soziale Aktivitäten Menschen zusammenbringen. Alle geniessen es und helfen mit. Danke an Franz fürs Organisieren – er ist wirklich legendär“, sagt Thomas Brawand, Teilnehmer und Mitglied eines siegreichen Dartteams.

Nach 39 Austragungen ist das Wochenende mehr als nur ein Sportanlass geworden. Es ist ein wiederkehrender Treffpunkt für verschiedene Generationen und ein stabiler Bestandteil des Dorflebens – getragen von Kontinuität, Freiwilligenengagement und einem klaren lokalen Fokus.


Text & Foto

von: Deviprasad Rao, Leiter – Kultur Stallikon

 
 
 

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